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Warum überhaupt Implantate?

Viele Leute fragen sich: Warum soll ich mir eigentlich Implantate leisten, wenn ich viel günstiger auch eine Prothese oder eine Brücke bekommen kann?
Diese Frage wollen wir an dieser Stelle ausführlich diskutieren und die Vorteile, aber auch die Nachteile von Implantaten erläutern.

Wenn alle oder fast alle Zähne fehlen:

Viele Prothesenträger werden zustimmen, wenn wir behaupten, dass der Halt von Totalprothesen begrenzt und somit auch die Nahrungsaufnahme teils erheblich eingeschränkt ist.
Es ist meist nicht ohne Weiteres möglich, harte Nahrung wie einen Apfel oder ein Steak vernünftig zu kauen. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber in der Regel nehmen Prothesenträger deutlich weichere Nahrung zu sich als Patienten mit eigenen Zähnen. Dies liegt nicht nur an mangelndem Halt, sondern vor allem daran, dass die maximale Kaukraft mit einer Prothese deutlich herabgesetzt ist.
Ein weiterer, negativer Punkt bei Prothesen ist die Abdeckung des Gaumens. Wir schmecken nicht nur mit der Zunge, sondern auch dadurch, dass wir das Essen mit der Zunge an den Gaumen drücken. Ist dieser durch eine Prothese bedeckt, ist das Schmecken an dieser Stelle nicht mehr möglich und alle Speisen schmecken fade.
Diese beiden Punkte gemeinsam stellen ein großes Stück Lebensqualität dar, das durch eine Implantatversorgung wiederhergestellt werden kann.
Implantate verbessern den Halt von Prothesen deutlich und machen das Kauen aller Speisen wieder möglich.
Auch die Gaumenabdeckung ist nicht mehr notwendig, da der Halt der Prothese nicht mehr über die Schleimhaut, sondern über die im Knochen verankerten Implantate erfolgt, genau wie dies bei eigenen Zähnen auch der Fall ist.
Ab einer gewissen Anzahl von Implantaten kann sogar auf eine Prothese verzichtet werden und eine festsitzende Brücke angefertigt werden. Hierdurch entsteht in der Tat das Gefühl, wieder eigene Zähne zu haben.
Implantate dienen außerdem zum Knochenerhalt. In einem nicht bezahnten Kiefer bildet sich der Knochen jährlich um einige Millimeter zurück. Der Körper merkt, dass er den Knochen für den Halt von Zähnen nicht mehr braucht und baut diesen aus ökologischen Gesichtspunkten ab, ähnlich wie ein untrainierter Muskel, der ohne Benutzung ebenfalls schrumpft.
Dies führt dazu, dass der Mensch älter aussieht, weil die Haut Falten wirft und das untere Gesichtsdrittel eingefallen wirkt.
Implantate halten diesen Prozess auf, da an der Stelle, an der das Implantat sitzt, wieder eine Belastung des Knochens stattfindet und der Körper merkt, dass der Knochen dort gebraucht wird. Dies führt automatisch zu einer Verjüngung der Gesichtskontur und einer Straffung der Haut.

Wenn einer oder wenige Zähne fehlen:

Bei einzelnen fehlenden Zähnen ist es durch das Setzen eines Implantates möglich, einen nahezu gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Man vermeidet das unnötige Beschleifen von gesunden Zähnen für eine Brücke und verhindert so eine unnötige Beschädigung der eigenen Zähne.

Neben diesen Faktoren ist die Implantologie ein Gebiet, welches nun schon seit etwa 50 Jahren erforscht wird und somit eine sehr hohe Erfolgsquote aufweist. Diese liegt je nach Fall zwischen 92 und 98 Prozent und im Durchschnitt bei ca. 95 Prozent über 10 Jahre.